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Oldschool Graffiti

Oldschool Graffiti

Der Anblick von Graffitis gehört mittlerweile so sehr zum Stadtbild, dass die Stadt München im April diesen Jahres sogar einen Streetart-Sachbearbeiter angestellt hat, der sich um die Akquise von Freiflächen für die Künstler kümmern soll. Dabei hat Kunst-am-Bau eine sehr lange Tradition. Schon 1934 gab es einen Erlass, der festlegte, dass ein bestimmter Prozentsatz der Bausumme für bildende Künstler und Handwerker aufgewendet werden muss.

Seitdem wird Kunst-am-Bau gefördert – und hat unterschiedlichste Formen angenommen: So sieht man auf den Fotos modernistische Einflüsse, recht abstrakte Bildkompositionen aus den 1970er Jahren, Motive, die eindeutig dem sozialistischen Realismus zuzuordnen sind und auch einige recht nostalgische Landlebenidealisierungen.Neben Wandmalereien gibt es Mosaike, Reliefs und baubezogene Plastiken.

Doch Modernisierungen und Fassadensanierungen rücken ihnen zusehends zu Leibe. Viele verschwinden einfach, statt restauriert zu werden, womit auch ein Stück weit frei zugängliche Kunstgeschichte verloren geht. Dabei könnten sich die Graffitikünstler (und nicht nur diese) bei ihren Vorläufern noch so einiges abgucken.

Text und Fotos: Anna-Lena Wenzel
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