Alleen und Frauen

Alleen und Frauen

Anneke Lubkowitz
Das Haus an der Ecke, das die letzten Monate über in einem Kokon aus Plastikplanen steckte, hat jetzt bodentiefe Fenster und ein ausgebautes Dachgeschoss. Jeden Morgen, wenn ich mit der S-Bahn daran vorbei fahre, denke ich an das kreisrunde Stück blauen Himmels, das eines Tages durch die Decke meiner alten Wohnung schien, als dort das Dach neu gemacht wurde. Jahrelang hatte ich jeden Abend ein eigentümliches Schlurfen im Raum über mir gehört, in dem eigentlich niemand wohnte. Als das Trampeln der Bauarbeiterstiefel das Schlurfen vertrieb, ging auch ich. Ich zog in den Wedding, in eine Wohnung im zweiten Stock, und dachte oft an die seltsamen Geräusche auf dem Dachboden zurück. Ich hatte, entschied ich, meine eigene viktorianische »Verrückte auf dem Dachboden« gehabt, wie in Jane Eyre. Wohin sie verschwunden war, als die Bauarbeiter kamen, blieb mir ein Rätsel.
                In The Madwoman in the Attic, einem Klassiker der feministischen Literaturwissenschaft, lesen Sandra Gilbert und Susan Gubar die Figur der auf den Speicher gesperrten tobenden Frau als Anspielung auf die Rolle der Schriftstellerin im viktorianischen Zeitalter. Als Frau sei diese stets im Zwiespalt gefangen gewesen zwischen der von ihr erwarteten Rolle als »Engel des Hauses« und der eines weiblichen »Monsters«, das sich gegen diese Unterdrückung auflehnt. Die Autorin von Jane Eyre, Charlotte Brontë, hatte ihr Buch unter dem Pseudonym »Currer Bell« drucken lassen, um ihr Geschlecht im Unklaren zu lassen. Vor dem Hintergrund der damaligen gesellschaftlichen Verhältnisse wirkt die wütende Doppelgängerin in ihrem Roman tatsächlich wie ein Rachegeist.
                Irgendwann fiel auf, dass die rasende Eingesperrte nicht nur ein Gegenbild zum Ideal der viktorianischen Frau darstellt, sondern auch zur Figur des Flaneurs, die sich in der gleichen Zeit zu entwickeln begann und bald eng verknüpft war mit dem männlichen Schriftsteller. Die Unsichtbarkeit, die dem flanierenden Literaten das freie Umherstreifen durch die Straßen der stetig wachsenden Großstädte ermöglichte, war ganz offensichtlich eine andere als die der in der Dachkammer der Gesellschaft Eingesperrten. Auch wenn Frauen mittlerweile deutlich weniger Einschränkungen ausgesetzt sind, wenn sie sich im öffentlichen Raum bewegen – sei es als Spaziergängerin oder als Autorin –, als das zu Brontës Zeit der Fall war, offenbart ein Blick auf den Berliner Stadtplan, dass in Sachen Gleichstellung und Diversität das neunzehnte Jahrhundert gar nicht so fern ist. Geht man nach Straßennamen, ist die Sichtbarkeit von Frauen in der Öffentlichkeit auch im einundzwanzigsten Jahrhundert keine Selbstverständlichkeit. Wenn Gilbert und Gubar vorschlagen, die Texte viktorianischer Schriftstellerinnen ›doppelbödig‹ zu lesen, nämlich mit einer sichtbaren, ›offiziellen‹ und einer verborgenen, subversiven Bedeutung versehen, stellt sich die Frage, ob das nicht auch auf den Stadtplan übertragen werden kann. »Straßennamen können ein Instrument der Geschichtspolitik und der Erinnerungskultur sein«, schreibt Wikipedia und ich denke an alternative Geschichtsschreibung, an Umwege und das Abschweifen von dem, was die nigerianische Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie einmal die »eine einzige Geschichte« genannt hat.
                Als ich dieses Mal an dem schicken Eckhaus vorbeigehe, dessen Dachkammer einem Exorzismus unterzogen wurde, überkommt mich ein komisches Pathos und ich balle in Gedanken an die Vertriebene heimlich die Faust in meiner Tasche. Meine heutige Mission gilt ihr. Ich werde so lange umherlaufen, bis ich auf eine Straße stoße, die nach einer Frau benannt wurde. Mein Kompass soll der Zufall sein: Auf dem Weg ins Stadtinnere will ich stets Straßen folgen, die nach einer Person benannt sind, wenn das nicht möglich ist, assoziativ entscheiden, welche Richtung ich einschlage. Ich hoffe, auf diese Weise das Verborgene oder Verdrängte zum Vorschein zu bringen – »street haunting«, »Straßenheimsuchung«, nannte Virginia Woolf das rauschhafte Gehen durch die Stadt. In der ersten Straße, in die ich einbiege, erweist sich mir Google als zweifelhafter Verbündeter. Das oberste angezeigte Suchergebnis zu »Steeger«, dem Namensgeber dieser Straße, ist »Ingrid Steeger nackt«. In der Liste der Straßen- und Platznamen im Wedding, die ebenfalls auf Wikipedia zu finden ist, steht nichts davon, dass die Steegerstraße 1973 »kurzfristig« und offenbar inoffiziell in »Ingrid-Steeger-Straße« unbenannt wurde, wie ein Fotoband zum Wedding verrät. Informationen dazu, in welcher Form und warum diese Umbenennung erfolgte, kann ich nicht finden. Bei der Jahreszahl denke ich ganz kurz an die Frauenbewegung in den Siebzigern. Der Google-Eintrag macht jedoch deutlich, dass der Umbenennungs-Scherz wohl eher als Ausdruck jenes altbekannten heterosexuellen männlichen Begehrens zu verstehen ist, das sich in Flaneurtexten – von Baudelaire bis Gomringer – wiederfinden lässt: Die Stadt als Geliebte. Mit seinen hohen Pappeln hat der mittlere Grünsteifen der Steegerstraße immerhin etwas Bukolisches an sich; irgendwie ambivalentes Gebüsch, verstohlene Blicke, ein Stapel Videokassetten auf einer Bank.
                Das Aufeinandertreffen von Bornholmer, Grüntaler und Osloer Straße bringt mich kurz in Verlegenheit, offenbar waren hier zum Zeitpunkt der Benennung Ortsnamen in Mode. Das Einzige, was mir einfallen will, ist, dass Norwegen in Sachen Gleichstellung in Europa als Vorreiter gilt, also folge ich der Osloer. Ich kreuze die vielbefahrene Prinzenallee, deren Namen ich nicht als Personenbezeichnung gelten lasse, und die Panke. Ein paar Fußgänger kommen mir entgegen und ein Radfahrer, der laut Techno hört und einen riesigen aufblasbaren Kraken in seinem Anhänger spazieren fährt. Fast übersehe ich die Heinz-Galinski-Straße, die mich weiter ins Stadtinnere führt. Ich komme am Jüdischen Krankenhaus vorbei, zu dessen Inventar der auf dem Gehweg stehende Raucher zu gehören scheint. Das ursprünglich in Mitte errichtete Jüdische Hospital wurde ab 1782 von dem jüdischen Arzt und Philosophen Markus Herz geleitet. Er war der Ehemann von Henriette Herz, in deren Salon das Who’s Who der Frühromantik ein- und ausging. Die literarischen Salons jener Zeit haben mich schon immer fasziniert, denn es gibt für mich kein besseres Bild für den Nährboden kreativer Ideen. Ich gebe zu, das Bild, das sich in meinem Kopf einstellt, wenn ich mir diese Salons vorstelle, ist verfälscht von eigenen Erinnerungen an Abende in schlecht beleuchteten Bars, in denen sich zwischen hitziger Diskussion und Händeschütteln plötzlich das Gefühl einstellte: Hier, in diesem Durcheinander von Stimmen, entsteht etwas. Man kennt das von Social-Media-Hypes. Soziale Netzwerke anno 1780. Jean Paul hat deinen Post geteilt. Möchtest du Alexander Humboldt zu deiner Freundesliste hinzufügen? Caroline Schlegel hat deinen Post kommentiert. #WerthersLeiden.
                Zweifellos gab es in Herz’ Salon weniger Hashtags und mehr Polstermöbel. Dennoch ist es wohl nicht zu viel behauptet zu sagen, dass Solonièren wie sie und Rahel Varnhagen auch heute als brillante Netzwerkerinnen durchgehen würden. Herz machte den jungen Schleiermacher mit Schlegel bekannt, »überzeugt daß ein näheres Verhältnis Beiden förderlich sein würde«. Sie ermutigte Schleiermacher, seinen ersten Text in der Zeitschrift Athenaeum zu veröffentlichen, und lektorierte später seine bekannte »Rede über die Religion«. In ihrer Autobiographie beschreibt Herz eine Karikatur, die sie auf einem der häufigen Spaziergänge mit Schleiermacher durch Berlin zeigt. Die hochgewachsene, kräftige Henriette auf der einen und der schmale, zierliche Friedrich auf der anderen Seite veranlassten den Zeichner dazu, den Gelehrten als »Knicker«, als zusammenfaltbaren Schirm, in der Hand seiner Freundin darzustellen. Dass Herz Schriftsteller und Philosophen wie Schleiermacher in die Tasche zu stecken schien, ist freilich ein sehr provokantes Bild. Die oft von Frauen geleistete grundlegende Arbeit ›hinter den Kulissen‹ des Literaturbetriebs ist übrigens bis heute eine weitestgehend unsichtbare. Was für die Nachwelt zählt, ist letztlich der eine, meist männliche Name, der auf dem Buchdeckel steht. Und dem Straßenschild. Bereits 1875, 41 Jahre nach seinem Tod, wurde eine Berliner Straße nach Schleiermacher benannt. Die Namensgebung des Henriette-Herz-Platzes am Hackeschen Markt erfolgte erst im Jahr 2000.
                Ich überquere die Schulstraße und biege in die Martin-Opitz-Straße ein. Schmaler Gehweg, schlichte Wohnhausfronten, die sich nach Kräften zu bemühen scheinen, jegliche Assoziation mit dem Barock von sich weisen. Beim Scrollen durch die Wikipedia-Liste zum Familiennamen Opitz stoße ich auf die Historikerin Claudia Opitz-Belakhal, die zu Frauenbiographien im achtzehnte Jahrhundert und davor geforscht hat. Als ich abends am Computer einem Aufsatz von ihr überfliege, lerne ich, dass Martin Opitz ein Zeitgenosse der französischen Autorin Marie de Gournay war, einer Schülerin Montaignes, die eine kommentierte Fassung von dessen Essays veröffentlichte. 1565 geboren, hatte Gournay als Frau nie den Vorzug institutioneller Bildung genossen. Stattdessen brachte sie sich in der Bibliothek ihres Vaters selbst Latein bei, begann die lateinischen Klassiker zu übersetzen und veröffentlichte neben einem erfolgreichen Roman auch philosophische Abhandlungen. 1622 erschien ihre Streitschrift »Zur Gleichheit von Männern und Frauen«, in der sie die These vertrat, dass der Ursprung der Ungleichheit von Mann und Frau allein auf Erziehung und Bildung zurückzuführen sei.
                Während ich auf dem Display Gournays leicht spöttisches Gesicht betrachte, überkommt mich ein seltsames Staunen, das ich mir nur dadurch erklären kann, dass ich mir auf einmal all der ungeschriebenen Wikipedia-Artikel zu Frauen, die gänzlich in Vergessenheit geraten sind, bewusst werde. Ein ähnliches Schwindelgefühl erlebte ich, als ich bei Recherchen zu einem anderen Thema auf die These stieß, dass Shakespeares Werke gar nicht von William selbst, sondern von seiner Kollegin Emilia Lanier verfasst worden seien. Vermutlich ist die Theorie des weiblichen Shakespeares nur eine letzte Zuckung der Forschung zu einem Autor, über den einfach schon alles gesagt worden ist. Dass sich hinter einem männlichen Autorennamen oft eine Frau oder mehrere verbergen, bleibt jedoch eine historische Tatsache. Wer dazu einiges zu sagen hätte, ist Luise Gottsched, die zu den wichtigen Stimmen der Frühaufklärung zählt und nach deren Mann die Straße benannt ist, die auf meinem nachmittäglichen Spaziergang praktischerweise direkt von der Martin-Opitz-Straße abzweigt. Bei den Gottscheds ist sich die Forschung weitestgehend einig, dass Luise, die heute aber vor allem für ihre Dramen bekannt ist, literarisch begabter war als ihr Mann. Als Ehefrau bestand ihre Haupttätigkeit jedoch darin, diesem zuzuarbeiten. Wie die Germanistin Barbara Hahn in ihrer Studie Unter falschem Namen beobachtet, stellte Autorschaft Frauen im achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert vor besondere Herausforderungen. Folgt man Hahns Argumentation, ist es kein Zufall, dass die Gottschedstraße so heißt und nicht den vollen Namen Johann Christoph Gottsched verwendet, obwohl nur dem Nachnamen nach theoretisch auch Luise gemeint sein könnte. Der »eine Autorname«, der überzeitliche Bekanntheit kennzeichnen sollte (siehe Goethe, Schiller, Schlegel) war laut Hahn das Privileg des männlichen Autors, während die Namen weiblicher Autoren, nicht zuletzt da sie den Namen ihres Mannes annehmen mussten, stets als »Derivate« gekennzeichnet waren, wie es etwa bei der »Gottschedin« der Fall war. Das Beifügen umständlich vieler Vornamen (Luise Adelgunde Victorie Gottsched) ist ein weiteres Beispiel dafür. Autorinnen veröffentlichten oft anonym oder unter einem Pseudonym, um ihr Geschlecht zu verbergen, was nicht zuletzt eine Identifikation des »einen Namens«, der ein umfassendes Werk zusammenhielt, verhinderte. Dies waren feine, aber nichtdestotrotz wirkungsvolle Hindernisse, die die öffentliche Wahrnehmung und Rezeption erschwerten. In Bibliothekskatalogen findet man heute deutlich mehr Werke über Johann Christoph Friedrich als über Luise Gottsched.
                Freilich ist von dieser Ungerechtigkeit in der Gottschedstraße wenig zu ahnen, das schimmernde Kopfsteinpflaster und die unscheinbaren Mietshäuser wirken friedlich, nur an einem Baugerüst hängt ein Protestplakat: »Klare Kanten gegen Spekulanten«. Hier biege ich in die Bornemannstraße ein – noch eine Ein-Namen-Literatenstraße, wobei wir uns nun schon deutlich wegbewegen von den ganz großen Vertretern der deutschsprachigen Literatur. Tatsächlich sind die nächsten Straßen ganz frei von intellektuellen Verweisen, ich schlendere durch die ebenso idyllisch gelegene wie benannte Ufer- und Wiesenstraße, schlage einige Haken, schaue auf die Uhr. Ich bin seit über einer Stunde unterwegs und meinem Ziel gefühlt keinen Schritt näher.
                Als ich wenig später in die Liesenstraße einbiege, entfährt mir ein Seufzer der Erleichterung, immerhin klingt »Liese« wie ein weiblicher Vorname und mittlerweile merke ich, dass ich eine Blase am rechten Fuß bekomme. Aber nein, ein kurzer Blick aufs Smartphone verrät, dass diese Straße nach einem Carl Adolf Friedrich Liesen benannt wurde, der zwar nicht die Relevanzkriterien von Wikipedia erfüllt hat, offenbar aber die jener Behörde, die 1833 für die Benennung von Straßen zuständig war. Ich stehe auf der Bezirksgrenze zwischen Gesundbrunnen und Mitte, wo früher die Mauer verlief, und wie immer in solchen Übergangszonen dünnt sich die Stadt hier aus. Wo ich hinschaue Friedhöfe, immerhin auch der Dorotheenstädtische, der mir hoffentlich die Richtung weist. Eine falsche Fährte des Stadtplans, wie sich herausstellt. Hinter den Liesenbrücken erwartet mich die Scheringstraße, die nur weiter zur Gustav-Meyer-Allee führt. Einige Straßen weiter entscheide mich für die Lortzing- statt der Voltastraße, da mir vom Schaufenster der Apotheke an der Ecke »LINDA« entgegenleuchtet. Vielleicht habe ich jetzt Glück. Mein aleatorischer Kompass führt mich durch Graun- und Griebenowstraße nach Prenzlberg hinein. Wie um mein Vorhaben zu verspotten, hat jemand auf einem Stromkasten am Arkonaplatz ein zerlesenes Taschenbuch aufgestellt, auf dessen Cover drei Mädchen in coolen Klamotten und der Schriftzug »Girl Power« zu sehen sind. Ich bin nun seit bald drei Stunden kreuz und quer durch die Stadt unterwegs und habe immer noch keine Straße gefunden, die nach einer Frau benannt wurde.
                An der Zionskirche biege ich in die Veteranenstraße ein, da sie wenigstens nach Menschen benannt ist und nicht nach Orten und bin sehr froh, dass es hier für einige Minuten bergab geht. Ich überquere die Brunnenstraße, und während ich überlege, hier einfach abzubrechen und nach Hause zu fahren, fällt mein Blick auf die Elisabethkirchstraße. Strikt genommen ist sie nach der Kirche, um die sie führt, und nicht nach der Heiligen selbst benannt, aber das ist mir jetzt egal. Mit großer Erleichterung setze ich mich in die U-Bahn und google unterdessen, wie eigentlich die Benennung von Straßen erfolgt. Ich finde heraus, dass eine Bezirksverordnung von 2004 vorschreibt, Frauennamen »so lange in Anwendung zu bringen, bis Gleichstand zwischen den Geschlechtern in der Benennung von Straßen und Plätzen erreicht ist«. Meine Recherchen ergeben auch, dass ich mir den denkbar ungünstigsten Ausgangsunkt für mein Experiment gesucht habe: Offenbar scheint der Wedding der einzige Berliner Bezirk zu sein, in dem es keine nach berühmten Frauen benannten Straßen gibt – oder gab; im April 2018 wurde ein Abschnitt der Limburger Straße immerhin nach den Widerstandskämpfern Elise und Otto Hampel benannt. Auf meinen Spaziergang habe ich die Straße knapp verpasst, als ich von der Osloer in die Heinz-Galinski-Straße abbog. Ebenfalls im April wurde die Umbenennung einiger Straßen des Afrikanischen Viertels beschlossen, die die Namen bekannter Figuren des deutschen Kolonialismus tragen. Unter anderem soll der Nachtigalplatz nun nicht mehr an den Afrikaforscher und Kolonialverwalter Gustav Nachtigal, sondern an Emily und Rudolf Duala Manga Bell erinnern, die dem Kolonialismus Widerstand leisteten. Es ruckelt, während ich unter den Straßen entlangfahre, über die ich eben noch gegangen bin. Der Schmerz in meinem Fuß pocht.

Der Text ist erstmals in der Anthologie Flexen. Flâneusen schreiben Städte, herausgegeben von Özlem Özgül Dündar, Mia Göhring, Ronya Othmann und Lea Sauer (Verbrecher Verlag, 2019) erschienen.
Die Stills stammen aus dem Video Psychogeografie. Eine Anthologie herausgegeben von Anneke Lubkowitz.
 
Di, 03/08/2022 - 21:59
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