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Editorial Obdachlos

Ausgabe: Obdachlos

Editorial Obdachlos

Menschen, die im öffentlichen Raum übernachten, sind zu einem Teil des Stadtbildes geworden: Zeltburgen unter Brücken und Grünflächen, Romafamilien, die in Parks leben, und Menschen, die auf Bänken oder improvisierten Untergründen nächtigen, gehören zum städtischen Alltag. Man hat sich daran gewöhnt, dass man in der Kneipe gebeten wird, eine Obdachlosenzeitschrift zu kaufen oder Menschen in der U-Bahn um Unterstützung bitten, genauso wie an die Pfandsammler*innen, die mittlerweile so viele sind, dass Streitereien zum Tagesgeschäft gehören.

Es überrascht nicht mehr, wenn man im Park versteckt ein Zelt entdeckt oder Menschen sieht, die mit ihrem ganzen Hab und Gut durch die Straßen laufen. Es gibt einige, die sieht man immer wieder, wie den Mann mit dem akuraten Einkaufswagen oder die Frau, die in bunte Decken gekleidet ist. Es gibt welche, die bleiben an einem Ort, wie der Mann, der im Park vor meiner Haustür lebt und andere, die nur kurz da sind, sich sich eine Bleibe in der Busstation bauen und wieder vertrieben werden. Es gibt welche, die einsam vor sich hinreden und mit gesengtem Blick durch die Straßen ziehen, und andere, die sich zusammentun und sich jeden Tag betrinken.

 

Im Flyer des Theaterstücks Auf der Straße heißt es: „Nirgendwo in der EU ist das Risiko so groß, als Arbeitsloser in die Armut abzurutschen wie in Deutschland. War noch vor 20 Jahren der größte Teil der Wohnungslosen ‚psychisch krank‘, ist ihr Anteil heute verschwindend gering. In den vergangenen acht Jahren hat sich die Zahl der Wohnungslosen verdoppelt. Hauptgrund: Mietschulden“.

Das Thema Wohnungslosigkeit ist omnipräsent und dennoch weiß man wenig darüber, wie sich der Alltag auf der Straße anfühlt. Wir wollen deshalb genau Hingucken und uns damit beschäftigen, wie diese Menschen leben. Was bewegt sie? Was für Hilfsangebote und Infrastrukturen gibt es und wie hat sich die Situation in den letzten Jahren verändert, in denen der Druck auf dem Wohnungsmarkt beständig gestiegen ist?

 

Wir nähern uns dem Thema auf bewährt heterogene Weise – in Form von Interviews, Fotostrecken und künstlerischen Bilderserien – und freuen uns über Vorschläge für weitere Beiträge!

 

Eine anregende, verstörende wie bereichernde Lektüre und neugieriges Clicken wünscht Anna-Lena Wenzel 

Kurzbeiträge

Einwürfe

Floating Utopias

In diesem Sommer verhandelten gleich

Für Fans der Stadterkundung

Für alle großen und kleinen Fans des

Fundsachen

Summertime

Der Sommer lädt zum Draußen-Verweilen

Stalins Rückkehr

Einmal Ulan-Bator und zurück

Hörst du noch oder lauschst du schon?

Wer kennt das nicht, wenn man ungewol

Straßenszenen

Walk to Hear

Im Rahmen des Projektes

Lost in Space

Jörn Gerstenberg zeic

So klingt

Alexandria

Ein Geräusche-Mix aus Alexandria aufg

Kairo

Welcome to Egypt!, sich überlagernde

Wien

„Autos schossen aus schmalen, tiefen

So lebt

... man (nicht mehr) in Neukölln

„Ich sitze in Neukölln.

... es sich in Neu-Hohenschönhausen

So lebt … es sich in Neu-Hohe

... es sich in mobilen Häusern

Wie lebt es sich in e