Editorial „Kampfzone Berlin?“

Editorial „Kampfzone Berlin?“

Die Redaktion im September 2015

Lasst uns über Berlin reden. Nicht über Klubs, Klamotten und Kinderbetreuungsplätze. Sondern über Kämpfe und Konkurrenz. Darüber, geflüchtet zu sein, aber nicht ankommen zu dürfen. Darüber, Kunst zu machen, die kaum einer sehen will. Darüber, arm zu sein, und nicht in der Stadt gewollt. Lasst uns über Migranten sprechen, die sich gegen Rassisten wehren. Mit allen Konsequenzen. Über Menschen, die genug davon haben, wie es derzeit ist. Die alleine oder mit anderen, spontan oder organisiert, das scheinbar Unveränderliche in Frage stellen. Manchmal laut, manchmal leise, mal kreativ oder einfach im Alltag. Aber immer beharrlich - in der Kampfzone Berlin? 


Wir fragen, welche Kämpfe die Stadt heute austrägt: Geht es um Wohnraum, Freiraum, Arbeitsräume? Oder geht es gegen Stadtpolitiker, Investoren, Touristen? Und wie wird gekämpft? Zur „Kampfzone“ sammeln wir Geschichten über die Protagonisten von offensichtlichen und verborgenen Konflikten, gewalttätigen und alltäglichen Kämpfen.

Kurzbeiträge

Einwürfe

Plakate für mehr Mitgefühl Die Ministerin für Mitgefühl steht in di
Was die Corona-Pandemie mit uns macht Tagebuchzeichnungen von Alex Müller
Was die Corona-Pandemie verändert Notizen von Anna-Lena Wenzel nach der Lektüre von Carlin Emckes Corona-Journal.

Fundsachen

Dickpic-Galerie Die Journalistin Anne Waak postet a
Mitte Juni (New Orleans) Gibt es den Mississippi River wirklich w
Plakat Décollages Die Künstlerin Kirsten Heuschen sammelt Plakate und macht daraus Collagen

Straßenszenen

Köln, Rudolfplatz Thorsten Krämer hat ein "City Poem" zum Rudolfplatz verfasst.
Was es alles so gibt am Kottbusser Damm Käthe Kruse läuft den Kottbusser Damm herunter und unterzieht ihn einem "close reading"
Walking Cities in Lockdown Ein Interview mit Antonia Low

So klingt

die Getreideverkehrsanlage She is my heart, and everything it embra
eine Gutenachtgeschichte mit den Münchner Stadtsurfer*innen Nach dem Motto: Gemeinsam durch die Eins
Olevano Olevano Romano im Sommer – kurze Klangka

So lebt

es sich in der Großwohnsiedlung ‚Archivdialoge‘ nennt die Künstlerin
man bald in der Ringbahnstraße Wie verändern Neubauten das Stadt- und R
man in Kairo Cairo Notes von Esther Ernst