Editorial

Editorial

Die Redaktion im Oktober 2014

In der Architektur bezeichnen Fassaden die Außenhaut eines Gebäudes, die oft repräsentative Wirkung hat. An den berühmten urbanen Boulevards wie Unter den Linden, Fifth Avenue oder Champs-Élysées beeindrucken die prachtvollen Fassaden und trennen Außen und Innen, Privat und Öffentlich. Doch oftmals verbirgt sich hinter dem schönen Schein etwas ganz anderes, ist die Schlossfassade nur ein Fake.

 

Wir wollen aber auch herausfinden, was sich hinter den Fassaden abspielt. Dabei gilt unser Interesse nicht nur den Hausfassaden, sondern auch den alltäglichen, den zwischenmenschlichen Fassaden der Selbstinszenierung, die jeder von uns kennt. Ist das urbane Leben nicht ein andauernder Maskenball mit dem Zwang zur Selbstvermarktung, um einen sozialen Status zu präsentieren oder zu erlangen? Ob Hipster, Emo oder Punk: Jeder Style drückt Zugehörigkeit zu bestimmten Milieus und Gruppen aus, er ist unsere identitäre Fassade. Nirgendwo kann man das besser beobachten als in den Sozialen Medien. Sie sind das moderne Schlachtfeld der Selbstdarstellung und –vermarktung.

 

Im urbanen Leben gibt es viele verschiedene Formen von Fassaden. Wir freuen uns, wenn ihr sie mit uns gemeinsam sucht und beschreibt.

 

Kurzbeiträge

Einwürfe

Plakate für mehr Mitgefühl Die Ministerin für Mitgefühl steht in di
Was die Corona-Pandemie mit uns macht Tagebuchzeichnungen von Alex Müller
Was die Corona-Pandemie verändert Notizen von Anna-Lena Wenzel nach der Lektüre von Carlin Emckes Corona-Journal.

Fundsachen

Dickpic-Galerie Die Journalistin Anne Waak postet a
Mitte Juni (New Orleans) Gibt es den Mississippi River wirklich w
Plakat Décollages Die Künstlerin Kirsten Heuschen sammelt Plakate und macht daraus Collagen

Straßenszenen

Köln, Rudolfplatz Thorsten Krämer hat ein "City Poem" zum Rudolfplatz verfasst.
Was es alles so gibt am Kottbusser Damm Käthe Kruse läuft den Kottbusser Damm herunter und unterzieht ihn einem "close reading"
Walking Cities in Lockdown Ein Interview mit Antonia Low

So klingt

die Getreideverkehrsanlage She is my heart, and everything it embra
eine Gutenachtgeschichte mit den Münchner Stadtsurfer*innen Nach dem Motto: Gemeinsam durch die Eins
Olevano Olevano Romano im Sommer – kurze Klangka

So lebt

es sich in der Großwohnsiedlung ‚Archivdialoge‘ nennt die Künstlerin
man bald in der Ringbahnstraße Wie verändern Neubauten das Stadt- und R
man in Kairo Cairo Notes von Esther Ernst