Editorial

Editorial

Die Redaktion im November 2012

Der Arbeits- oder der Wohnungsmarkt, die legalen und illegalen Märkte auf der Straße: Märkte machen Stadt. Sie ermöglichen Handel und Begegnung - mal farbenfroh und bereichernd, mal grau und deprimierend. Manche sind Orte der Begegnung, andere bleiben abstrakt und bestimmen dabei doch das tägliche Leben.

Wie bedeutend der Markt ist, als globales, alle gesellschaftlichen Bereiche bestimmendes Wirtschaftsprinzip, zeigt sich vor allem in den Nachrichtensendungen. Immer wieder die gleiche Frage: „Und? Wie haben die Märkte reagiert?“

 

Die erste Ausgabe von 99% URBAN dreht sich also um Märkte.  Welche Bedeutung haben sie? Das wollen wir untersuchen und dieses Thema wie einen Pizzateig bearbeiten, durchkneten, ausrollen und aufgehen lassen. Los geht’s mit einem Blick auf klassische Wochenmärkte in Berlin, Hamburg und Rom. Für wen sind sie gemacht? Wer bleibt außen vor?  Und welche anderen städtischen Märkte gibt es noch? Wir werfen einen Blick hinter das vordergründige Treiben und zeigen einige Auswirkungen des allgegenwärtigen Marktprinzips. 

Neben dem halbjährlich wechselnden Schwerpunktthema beschreiben wir in verschiedenen Kurzbeiträgen aber auch weitere Seiten des urbanen Lebens.

Kurzbeiträge

Einwürfe

99% Urban in der Vierten Welt NEUER TERMIN: Am Mittwoch, den 21.
Gemeinbleiben Ein Brief aus Neapel für das Recht auf Wohnen und eine Urbanität unter weiblichen Vorzeichen.
Für eine löchernde Sanftheit Auf Grundlage der Proteste im spanischen Málaga wird die soziale Transformation von Städten von Kiki Espagna neu gedacht.

Fundsachen

found footage-sculptures Patrick Borchers unterwegs in Neapels Straßen
Dickpic-Galerie Die Journalistin Anne Waak postet a
Mitte Juni (New Orleans) Gibt es den Mississippi River wirklich w

Straßenszenen

Benchmarks A conversation between Bernd Trasberger with Rob Hamelijnck from Fucking Good Art (Rotterdam) on the occasion of Trasbergers exhibition for BETON at Eduard-Müller-Platz in Neukölln, September 2022.   
Fragen des Ortes Laura Strack entwickelt in Bochum Wort-Poesien.
Aus der Zeit gefallene Orte VI: Glasgow Glasgow in den 1980er Jahren.

So klingt

die welcome city Ein Sarotti-Rap von Paula Hildebrandt
die Europacity Eine Soundcollage von Gilles Aubry dokumentiert das Projekt Am Rand von EuroapCity.
die Getreideverkehrsanlage She is my heart, and everything it embra

So lebt

der Vogel in der Stadt Vögeln-Nistkästen-Modelle für eine bessere Kohabitation
man mit Verlusten Jelka Plate schreibt über Raumverluste
es sich in der Großwohnsiedlung Wenke Seemann entwickelt im Dalog mit den Fotografien ihres Vaters Collagen zu Rostock.