Editorial

Editorial

Die Redaktion im November 2012

Der Arbeits- oder der Wohnungsmarkt, die legalen und illegalen Märkte auf der Straße: Märkte machen Stadt. Sie ermöglichen Handel und Begegnung - mal farbenfroh und bereichernd, mal grau und deprimierend. Manche sind Orte der Begegnung, andere bleiben abstrakt und bestimmen dabei doch das tägliche Leben.

Wie bedeutend der Markt ist, als globales, alle gesellschaftlichen Bereiche bestimmendes Wirtschaftsprinzip, zeigt sich vor allem in den Nachrichtensendungen. Immer wieder die gleiche Frage: „Und? Wie haben die Märkte reagiert?“

 

Die erste Ausgabe von 99% URBAN dreht sich also um Märkte.  Welche Bedeutung haben sie? Das wollen wir untersuchen und dieses Thema wie einen Pizzateig bearbeiten, durchkneten, ausrollen und aufgehen lassen. Los geht’s mit einem Blick auf klassische Wochenmärkte in Berlin, Hamburg und Rom. Für wen sind sie gemacht? Wer bleibt außen vor?  Und welche anderen städtischen Märkte gibt es noch? Wir werfen einen Blick hinter das vordergründige Treiben und zeigen einige Auswirkungen des allgegenwärtigen Marktprinzips. 

Neben dem halbjährlich wechselnden Schwerpunktthema beschreiben wir in verschiedenen Kurzbeiträgen aber auch weitere Seiten des urbanen Lebens.

Kurzbeiträge

Einwürfe

Für eine löchernde Sanftheit Dieses Mail1 soll Provokation
Plakate für mehr DADA im Stadtraum Eine Plakataktion des Neuen Kunstraums Düsseldorf
Plakate für mehr Mitgefühl Die Ministerin für Mitgefühl steht in di

Fundsachen

found footage-sculptures Patrick Borchers unterwegs in Neapels Straßen
Dickpic-Galerie Die Journalistin Anne Waak postet a
Mitte Juni (New Orleans) Gibt es den Mississippi River wirklich w

Straßenszenen

Revier Im Rahmen eines Foto-Arbeitsstipendi
Gratis Gegenstände, Besitzer*innenlos, auf die

So klingt

die Getreideverkehrsanlage She is my heart, and everything it embra
eine Gutenachtgeschichte mit den Münchner Stadtsurfer*innen Nach dem Motto: Gemeinsam durch die Eins
Olevano Olevano Romano im Sommer – kurze Klangka

So lebt

der Vogel in der Stadt NIstplätze für Vögel in den Städten werd
man mit Verlusten Jelka Plate schreibt über Raumverluste
es sich in der Großwohnsiedlung ‚Archivdialoge‘ nennt die Künstlerin